Besuch in Irland

Saturday, April 21, 2007

Osterreise mit Mama und Papa

Ein kleines Fotoalbum von der 10-tägigen Irlanderkundung mit Mama und Papa...



DUBLIN

Nach kleineren Hindernissen - wie z.B.: der Bus kommt nicht, also vollbepackt zu Fuß ins Zentrum gehn, dort genau noch den früheren Dublinbus vor der Nase wegfahrn sehn und dann in Dublin so ankommen, dass man grad den billigeren Bus zum Flughafen nicht erwischt........ hat dann alles aber eh nix gemacht, weil sich die Ryanair dazu entschieden hat, sich mit dem Gepäck vom Salzburg-Flug ganz besonders viel Zeit zu lassen :) - sind wir im Hotel angekommen. Und dort hat's dann auch gleich das erste Dublin-Guinness gegeben.

Erstes Foto in Dublin


Am nächsten Tag ist es in aller Früh losgegangen - zuerst ein ordentliches Irish Breakfast, damit wir die Strapazen der Stadterkundung auch heil überstehen... und dann das volle Programm: O'Connell Street, Halfpenny Bridge, Temple Bar, Christchurch Cathedral, St. Patrick's Cathedral, Kilmainham Gaol (sehr interessante Führung!), Guinness Storehouse, Abendessen in Temple Bar und dann noch Traditional Music mit anschließendem erschöpft-ins-Bett-fallen :)


Unterwegs haben wir zufällig Manu samt Familienreisegruppe getroffen - so klein ist Dublin :)

Samstag wurde zum Museumstag erklärt. Zuerst sind wir durch den Trinity College Campus spaziert, weiter zur Oscar Wilde-Statue und dann kurzes getrenntes Programm: Mama und Papa im National Museum und ich bei einer Yeats-Ausstellung und dann im Second-hand bookshop - juhu! Wir haben uns danach auch tatsächlich wiedergefunden. Weiter durch den St. Stephen's Green-Park - sehr schön, mit ganz vielen Blumen -, kurz ins St. Stephen's Green Shopping Centre und dann haben wir uns durch die Grafton Street gekämpft, die samstags scheinbar sehr, sehr, sehr vollgestopft ist - da weiß man Cork gleich wieder so richtig zu schätzen :) Nach einem kurzem Spaziergang den Liffey entlang (brrrr, kalt!) sind wir ins Hotel zurück. Am Abend haben Mama und Papa sich dann getraut, ein Irish Stew zu essen - angeblich hat's sogar geschmeckt. - und schon war der Dublin-Teil unserer Reise vorbei!


Was man im Trinity College alles nicht darf... hm



DUBLIN - MONASTERBOICE - MELLIFONT ABBEY - NEWGRANGE - NEWPORT



Am Sonntag haben wir uns unser(en) Gefährt(en) für den Rest der Reise abgeholt - unser Auto :) Und dann ist es losgegangen - Hochkreuze in Monasterboice, Mellifont Abbey und Newgrange (= Hügelgrab, das so konstruiert ist, dass sich am 21. Dezember bei Sonnenaufgang die ganze Grabkammer, die sonst das ganze Jahr über vollkommen dunkel ist, mit Sonnenlicht füllt.



Der Eingangsstein des größten Hügelgrabs von Newgrange - jeder darf sich selber überlegen, was die "Zeichnungen" darauf bedeuten...hat die Führerin gesagt... juhu!


Danach warn wir dann ordentlich durchgefroren - also aufwärmen bei Suppe, Tee und Kaffee und dann auf zur Inselüberquerung. Nachdem die Westküste so wunderschön ist, haben wir uns gedacht, dass wir da am besten gleich hinfahrn :) Das ist schneller und besser gegangen, als ich mir gedacht hätte - und im Laufe der Fahrt sind auch die aufgeregten und leicht panischen Zwischenrufe von Mama und mir weniger geworden und der Papa hat endlich in Ruhe Autofahrn dürfen (hin und wieder war allerdings noch ein kurzes "links fahrn!" zu hörn und manchmal auch "nit so weit links!!" hihi). Auf diesem Wege einmal ein Lob an den Autofahrer! :)
In Newport (sehr netter, gemütlicher Ort) haben wir nach etwas längerem Suchen ein B&B über einem Pub mit lustigem Besitzer gefunden. Lustig, weil: er fragt uns, wann wir Frühstück wollen. Papa antwortet mit "hm...9, 9.30". Der Besitzer ganz schnell "9.30!! or maybe 10?" ... jaja - so wär's bei meinem B&B auch :)


NEWPORT - ACHILL ISLAND - LEENANE

Am nächsten Tag sind wir bei schönstem Wetter und wärmeren Temperaturen als in Dublin auf Achill Island gefahren. Im ersten Ort auf der Insel haben wir gleich wiedereinmal die Freundlichkeit der Iren erleben dürfen, die uns die schönsten Plätze der Insel gezeigt haben (auf der Landkarte halt). Inselzusammenfassung: grün, Schafe, Meer, Klippen, Strände, "Berge", schöne Aussicht, Turm der Piratin Grace O'Malley, Muscheln, Schmetterling, Steine, freundlich, ruhig...

Nach einer kleinen "Bergab-Wanderung" - Meerberührung


Keem Bay

Am späten Nachmittag haben wir die Insel wieder verlassen und bis nach Leenane gefahren, wo wir ein B&B mit Restaurant (in dem mir der böse Chef keinen Wein eingeschenkt hat.. nunja) gefunden haben.

In Leenane



LEENANE - CONNEMARA - KINVARRA


Der nächste Tag war Connemara-Tag. Und dass ich zu dieser Landschaft ein ganz besonderes Verhältnis habe, müssten inzwischen eh schon alle wissen :) Mama und Papa hat's auch sehr gut gefallen - wir haben auch wieder Robben gesehen (und gehört - sehr lustige Laute, die die von sich geben), dem Korallenstrand einen Besuch abgestattet (statt feinem Sand ist dieser Strand übersät mit kleinen Korallenteilen - was man aber erst bei näherem Hinsehen bemerkt), viele Loughs und schöne Buchten gesehn und eine Insel auf einem der Loughs "erobert"...


Blick auf "unsere" Insel


Am Abend haben wir's noch bis nach Galway geschafft und haben in einem sehr schönen B&B in Kinvarra übernachtet.



KINVARRA - THE BURREN - CLIFFS OF MOHER - ADARE - DINGLE

Next day: kurz das Castle von Kinvarra anschaun und dann auf in den (?) Burren. Burren (hab ich grad herausgefunden) kommt vom irischen "bhoireann", was soviel bedeutet wie "steiniger Ort" und treffender kann man die Landschaft kaum beschreiben: Riesige Flächen von geborstenem (ui, was für ein Wort!) Kalkstein - und in den Rissen blühen (im Sommer dann, bei uns leider noch nicht) seltene Blumen. Der Teil vom Burren, den wir erkundet haben, war auch deshalb so eindrucksvoll, weil das direkt an der Küste war. Und bei strahlendem Sonnenschein ist der Kontrast zwischen grauer Kalksteinfläche und tiefblauem Ozean einfach gewaltig schön. Und (wieder einmal) diese Ruhe...!

Burren-Landschaft


Nach einem kurzen Zwischenstopp in Doolin (mit schönem Blick auf die kleinste der drei Aran Islands - und auf ihren Leuchtturm) waren die Cliffs of Moher an der Reihe. Als wir im Februar mit der International Students Society dortwarn, wurde grad gebaut - alles war laut und ...naja, Baustelle halt. Außerdem warn ganze Teile abgesperrt. Deshalb war ich damals ein bisschen enttäuscht - weil die Klippen zwar sehr eindrucksvoll ausschaun, aber man konnte halt nicht wirklich weit gehn. ABER: jetzt sind die Bauarbeiten vorbei, das neue Visitor Centre steht und man kann wieder überall hingehn. Außerdem steht dort, wo das letzte Mal noch "Beware of the Bull" und sowas wie "Private Property. Keep off" gestanden ist, steht jetzt nur mehr ein Schild mit "Please do not walk beyond this point" (oder so) - und wenn da "please" steht, dann heißt das ja soviel wie "ihr könnts ruhig weiterspaziern - nur wenn was passiert sind wir nicht schuld" - oder? Deshalb sind wir ganz lang die Klippen entlangspaziert. Und da wird einem dann erst so richtig bewusst, wie hoch das eigentlich ist. Ich glaub, uns ist allen drei zumindest kurz ein bisschen schwindlig geworden :) Das Wetter war auch so klar, dass wir die Klippen der größten der Aran Islands, auf denen ich vor ein paar Monaten gelegen bin, gesehen haben. Schön, schön, schön!



Leicht gestelltes Cliffs of Moher-Foto :)


Nach den Klippen hat dann die "Monster-Autofahrt" begonnen - wir sind an dem Tag nämlich noch bis nach Dingle gekommen



DINGLE - GLENBEIGH

Am nächsten Tag sind Mama und ich durch Dingle (den Ort) spaziert, während der Papa beim Doktor war. Dann: Slea Head Drive - mit Spaziergang am Ventry Beach, wo ein Hund sehr zutraulich war :), dann zu den Bienenkorbhäusern, von wo aus wir vor allem eine sehr schöne Aussicht auf's Meer und zum Ring of Kerry hinüber hatten und dann Slea Head - wunderschöner Blick auf die Blasket Islands, auf's Meer..... einfach schön. Und zwischen den Felsen war's auch windgeschützt und die Sonne war so richtig schön warm... da will man dann nie wieder aufstehn und weggehn müssen.


Zwei Möwen als Fotomodels :)
im Hintergrund Great Blasket Island und Slea Head

Blick zurück - wir "wandern" gerade zum westlichsten Ende Irlands


Blick auf Great Blasket Island vom Slea Head aus


Danach sind wir den Slea Head Drive weiter entlang gefahren, sind aber nicht weit gekommen, weil es einfach so viele schöne Plätze gibt, an denen man nicht einfach so mit dem Auto vorbeifahrn kann :)

Blick auf - hm... eine Bucht. Und rechts im Hintergrund sieht man die "Berge", die wir im November mit dem Mountaineering Club bezwungen haben (nur halt unter leicht anderen Wetterbedingungen...)


Und weiter am Slea Head Drive... bis zu einem Oratory - im Prinzip eine alte Kirche, die ganz aus übereinander geschichteten Steinen besteht, ohne irgendwelchem anderen Baumaterial dazwischen (was genau es sonst noch mit dem Oratory auf sich hat, weiß ich nicht mehr, weil ich so damit beschäftigt war, mich über den Mann bei der Kasse zu ärgern, der bei der Frage nach dem Studentenpreis - weil Student ist ja student ist gleich Schüler genauso - in Kombination mit meinem Anblick gleich gesagt hat: "Children are for free" ... jaja) So schaut das auf jeden Fall aus:

Oratory


Das war's auch schon wieder fast von Dingle - nur noch ein kurzer Eis- und Kaffeestopp im Ort und wir waren auf dem Weg, den Ring of Kerry zu erobern. Wir haben ein sehr nettes B&B samt sehr netter Frau in Glenbeigh gefunden.



RING OF KERRY - KILLARNEY - CORK

Nach ausgiebigem Frühstück gleich ein langer Spaziergang über Dünen und Strand von Rossbehy.

In den Dünen :)


Dann ganz viel Autofahren mit ganz viel Schauen. Nächster Zwischenstopp: ein langer Strand bei Waterville mit einer Art Lagune und Sand, in den man ganz lustig einsinkt.


Mama's Fußspuren und Mama


Dann noch weiter die Küste entlang mit schöner Aussicht auf's Meer und schließlich ein bisschen durch's Landesinnere - sehr schön grün, bergig und mit ganz vielen Schafen!

Sheep sheep sheep


Unser Gefährte mit Schafen und Mama und Papa im Hintergrund

Noch mehr sheep sheep sheep


Schließlich sind wir in den Killarney National Park gekommen - auch sehr schön!

Mama und Papa bei einem der vielen Seen des Killarney NP



Baum, Muckross House, blühender Strauch :)
- ein Herrenhaus mit schöner Gartenanlage direkt an einem der Seen



Papa und Mama IN einem Rhododendron - juhu



Nach dem Nationalpark ist es auch schon wieder Richtung nach Hause - also Cork :) - gegangen.



CORK

Gemütlich aufstehn, ausgiebiges Frühstück und dann einmal schön langsam zum höchsten Gebäude Irlands, das zugesperrt war. Aber ein sehr sehr netter Corkonian hat uns gleich aufgesperrt und uns eine persönliche Führung in schönstem Cork-Englisch gegeben - juhu :)




Mama und Papa vor ihrer Unterkunft - also meiner Wohnung :)



Unser netter Cork guide - so ein Spaß!


Danach noch ein Spaziergang in meinem Lieblingspark und schließlich hab ich unser Auto noch einmal ordentlich ausgenutzt und wir sind zu dritt zum Tesco gefahren - Großeinkauf! Das Mittagessen war sehr spanisch - die Leti hat Linsen gekocht, Mercedes, Aurea und eine Freundin waren auch da - ein lustig-spanisch-österreichischer Lunch.
Am Nachmittag war dann ein bisschen Stadtbesichtigung auf dem Programm - allerdings eher gemütlich. Auf dem Rückweg haben wir noch dem Fitzgerald Park und der Shakey Bridge einen Besuch abgestattet.



Cork City Centre - Mmmmurphy's


Mama und Papa im Fitzgerald Park

Am nächsten Tag - Ostersonntag - waren wir bei der Messe in der St. Finbarr's Cathedral, was bei allen Iren, denen ich das mitgeteilt habe, großes Entsetzen hervorgerufen hat, weil das nämlich die protestantische Kirche in Cork ist... :) Teilweise war's zum Spaß gemeint - aber halt eben nur teilweise...
Nach guter Mittags-Osterjause (mmh, Speck und echter Osterschinken...) haben wir noch mit Leti gemeinsam einen Nachmittagsausflug nach Kinsale gemacht. Wir waren auch beim Charles Fort, wo ich inzwischen schon dreimal war, also hab ich mich, während die andern im Museum warn, gemütlich ins Gras gelegt und Sonne und Meer genossen - seeehr fein (halt nur für eine Viertelstunde oder so, aber trotzdem fein!).

Charles Fort

Auch Charles Fort

Danach sind wir noch in den Ort hineingefahren und haben dort abendgegessen. Und außerdem haben wir dort sehr lustige Bootsnamen entdeckt:

"Excuse me!" und "Madness" im Hafen

Daheim haben wir ganz viele von meinen Sachen in die Rucksäcke von Mama und Papa gepackt - das ist es mir danach richtig leer vorgekommen....das hat sich inzwischen wieder gelegt :)

Und schon war die Osterreise vorbei - für mich zumindest. Am nächsten Tag sind Mama und Papa Richtung Dublin - mit vielen Zwischenstopps wie Cashel und Kilkenny - aufgebrochen, von wo aus sie dann am Dienstag wieder heimgeflogen sind.

Schön war's :)

Tuesday, February 27, 2007

Besuch aus Salzburg... Dublin und Meer

So, das wird jetzt also ein Bericht von den vielen schönen Dingen und Plätzen die Dani, Anita, Karin und ich gemeinsam gesehen und erlebt haben...

Am Anfang war ich allerdings noch alleine unterwegs. Bin am Dienstag in der Früh nach Dublin gefahren, hab uns alle ins Hostel eingecheckt und hab mich dann auf den Weg ins Writers Museum gemacht - nach anfänglichen Schwierigkeiten und mehrmals im Kreis laufen hab ich die kleine Tafel, auf der "Writers Museum" steht, entdeckt und habe - scha(r)fsinnig wie ich bin - kombiniert, dass dann wohl in dem Gebäude, wo das draufsteht, das Museum ist... war auf jeden Fall einen Besuch wert. Und ich hab mir auch so richtig Zeit gelassen, hab alle Plakate gelesen und alle Audiokommentare angehört - normalerweise bin ich nicht so geduldig :)

Blick auf O'Connell Bridge und O'Connell Street mit Daniel O'Connell in Statuenform und The Spire (= die "Nadel" im Hintergrund) und Baileys-Werbung


Dann hat sich schön langsam der Hunger gemeldet und in Temple Bar (= Touristenviertel) hab ich dann ein Café von Amnesty International entdeckt, wo's echten italienischen Kaffee und Ciabatta mit echtem italienischen Schinken von echten Italienern serviert gegeben hat! (was man eben so erwartet, wenn man in Irland ist) Mmmmmmmh, war das gut! Weil kulinarisch wird man in Irland sonst ja nicht soo verwöhnt (stimmt das, Dani?). Dann bin ich durch's Touristenviertel spaziert und hatte dort auch eine Begegnung, die mir als von Haus aus ängstlichem Menschen ganz viel Angst eingejagt hat - nämlich ein Mann um die sechzig, der nach dem Weg gefragt hat, dann ein bisschen mit mir geredet hat (bis daher ist es ja noch nett) und dann nicht mehr von meiner Seite gewichen ist. "Ich muss jetzt in diese Richtung" - "Ja, ich auch"... egal, welche Richtung. und so weiter, natürlich auch mit Arm um die Schulter legen und beim Verabschieden (das mindestens 10 Minuten gedauert hat) mit Drücken und nicht mehr loslassen - das war nicht allzu lustig.... bin ihn dann aber losgeworden und ganz ganz schnell weggegangen - woraufhin ich mich natürlich verlaufen hab :) Hab dann aber eh wieder ins Hostel zurückgefunden. Im Zimmer warn schon ein paar aus Deutschland, die grad in England auf Erasmus sind und auf Besuch waren. Dann bin ich noch ins Kino gegangen ("Bobby" - i find er war gut) und beim Herausgehn hab ich neben mir ein paar Leute WIENERISCH reden gehört! Schön langsam bezweifle ich, dass es überhaupt Iren in Irland gibt...:) Also wieder zurück ins Hostel, wo ich auf die Urlauber gewartet hab (auf einer seeeeeeehr gemütlichen Couch - also in Dublin: Isaacs Hostel buchen, weil die Couch so fein ist) - dort hab ich ein paar Franzosen, eine aus Australien und eine aus Israel getroffen - war sehr nett.
Dani, Anita und Karin haben auch ohne Probleme zum Hostel gefunden - allerdings sehr müde und die Dani ein bisschen krank, also sind sie gleich ins Bett. Die 14 Menschen in unserm Schlafsaal warn zum Glück alle relativ "un-schnarchig", also haben wir alle auch wirklich ein bisschen schlafen können.

Erstes Beweisfoto, dass wirklich Besuch da war - vorm Isaacs Hostel am Mittwoch in der Früh

Hostel von außen


Am Mittwoch haben wir unsere Dublin-Erkundungstour gleich mit versuchtem Einbruch gestartet :) -stimmt natürlich nicht, wir wollten nur so gern ins "Customs House" hineinschaun, weil's von außen so schön war. Aber die Dame beim Empfang hat uns ganz komisch angeschaut und gefragt, was wir da machen. Und auf die Frage, ob's ok ist, wenn wir uns da einmal ein bisschen umschaun, hat sie mit einem leicht ungläubigen Nein geantwortet. Macht nix, draußen hat nämlich eh die Sonne gescheint. Und es war auch noch (ca. 1 mm) Schnee - ja, Schnee - von der Nacht vorher an manchen Stellen! Wir sind dann den Fluss entlang spaziert und haben die - meiner Meinung nach - lustigste Werbung, die man auf einem öffentlichen Verkehrsmittel anbringen kann, gesehen:

Also: warum Bus fahrn, wenn man zu Fuß sowieso schneller is...?

Was wir in Dublin gesehen haben:

Trinity College - boah, das ist groß! kann ich da nur sagen. Wir haben auch versucht, in eine Vorlesung zu kommen, aber irgendwie haben wir keinen richtigen Vorlesungssaal gefunden...

Die National Gallery of Ireland - sehr schön, sehr groß und sehr gratis :) und der Kaffee da drin war auch gut. Mein Lieblingsbild in der Ausstellung (zwar nicht sehr irisch, aber nunja) ist von El Greco: St. Francis Receiving the Stigmata.

Gegenüber von der National Gallery ist ein Park und in dem gibt es ein "Oscar Wilde Memorial" - also eine Statue von einem leicht lasziv daliegenden Oscar Wilde und Steine (oder so...mir fehlt grad der Fachausdruck) mit ganz vielen Zitaten von ihm drauf. Und - ein ganz wichtiger Programmpunkt! - ein kleiner Spielplatz war da auch, den vor allem die Anita voll ausgenutzt hat :)

James Joyce steht ganz ruhig in Mitte seiner Dubliners


Danach warn wir dann recht müde und hungrig. Wir haben beschlossen mit dem Bus um fünf heimzufahren (gute Entscheidung) und sind gemütlich durch Dublin zurück zum Hostel gewandert. Dort haben wir unser Gepäck abgeholt und sind zum Bus. Zuerst haben wir noch Spaß mit "wir können sagen was wir wollen und keiner versteht uns" gehabt, aber dann hat doch die Müdigkeit gewonnen und wir haben die Busfahrt schlafend, schauend, Musik hörend verbracht. In Cork hat uns dann schönster strömender Regen mit Wind empfangen - also Taxi. Der Taxifahrer hat auch gleich gesagt: ja, so war's den ganzen Tag und so wird's die nächsten paar Tage auch bleiben. -sehr schön. "Daheim" angekommen, haben meine Gäste eine wunderbar kalte Dusche genossen :) Wir haben gleich die gute Gailtaler Salami (danke, Karin!) verkostet und danach hat uns die Leti noch mit Kuchen gefüttert. Die Schlaflager waren auch relativ schnell hergerichtet und scheinbar auch sehr bequem.

Am nächsten Tag - natürlich lang schlafen und ausgiebig frühstücken. Dann ist Manu, die zur gleichen Zeit ihre Freundin auf Besuch hatte, mit eben dieser Freundin (Lisa) gekommen und gemeinsam sind wir auf's höchste Gebäude Irlands hinauf :) die Anita war ganz enttäuscht, dass niemand mit ihr Stufen steigen wollte..... Oben angekommen haben wir gleich ganz viel Glück gehabt, weil nämlich ein Raum, der normalerweise zugesperrt ist, grad offen war, weil zwei sehr sehr freundliche Iren ein Essen vorbereitet haben. Die haben uns auch gleich gesagt, ja, kommt herein, von wo seid ihr... und so weiter. Sehr nett. Und sie haben uns auch noch einmal bestätig, dass es tatsächlich kein höheres Gebäude in Irland gibt. Juhu :)


Österreichisches Gruppenfoto sehr hoch oben :)

Dann sind wir kurz durch meinen Lieblingspark spaziert, bis es zum Regnen angefangen hat - grad soviel, dass wir ein bisschen nass geworden sind, der restliche Tag war eh sonnig... Dani, Anita und Karin haben sich dann tatsächlich mit mir in eine Vorlesung gewagt - da war die Begeisterung allerdings nit so groß :) Dafür hat sich der Campus von seiner schönsten, also sonnigen, Seite gezeigt. Wir haben uns dann mit Manu, Lisa und Shana auf einen Kaffee getroffen und dann hab ich meinen Salzburgbesuch ganz allein ins City Centre geschickt.

Kaffee im JavaCity Café am Campus - dort schmeckt der Kaffee sogar!


Am Abend haben wir Lasagne gekocht und sind dann zu Manu in die Wohnung gegangen, wo uns ein österreichisches Spanish Omelette erwartet hat - war sehr lustig und ausnahmsweise warn einmal die Österreicher in der Überzahl! Österreich: 6, Spanien: 2.

Am nächsten Tag wollten wir nach Clonakilty fahren - zum Meer. Wir haben aber den Bus knapp verpasst. Dafür haben wir ein neues näheres und sehr schönes Ziel gefunden: Youghal. Schreibweise und Aussprache von dem Wort hat schon einmal für sehr viel Unterhaltung gesorgt: man spricht das nämlich so wie das englische Wort "all" mit einem J davor.
Zusammenfassung des Tages: wieder sehr großes Wetterglück - Sonnenschein, Meeresrauschen, Leuchtturm, schöne Aussicht, schöne Steine - gutes Bier (oder, Anita?) :)


juhu, wir sind am Meer!



Leuchtturm in Youghal



Prost - cheers - sláinte!

Den Samstag haben wir wegen allgemeiner Müdigkeit und schlechtem Wetter zum Relax-Tag erklärt. Also laaange schlafen, lange frühstücken, ein bisschen durch Parks und den Fluss entlang spazieren und dann Essen im city centre.

Shepherd's Pie im "The Red Pepper"

Eigentlich wollten wir am Abend alle zur "Hausausweihungsparty" vom Brian gehn, aber wir sind erst um acht oder so heimgekommen und deshalb war's dann ungewohnterweise so, dass meine Salzburger Besucher es sich lieber mit Fluch der Karibik gemütlich gemacht haben, während ich mich von Brian's Wohnung verabschiedet hab. Hab dem Brian gesagt, dass wir am nächsten Tag gern noch irgendwo zum Meer oder halt aufs Land fahrn wollen und er hat dann gleich gesagt, dass er mit uns mit dem Auto wohin fahrn würd. Also sind wir am Sonntag schon in aller Früh um kurz nach 8 aufgestanden. Und das hat sich auch ausgezahlt! Wir sind nach Kinsale gefahren, warn aber nur kurz im Ort (mmmh, Espresso) und sind dann nach Garretstown gefahren - zum Meer. Und zwar zum richtigen Meer, zum Ozean, mit richtig hohen Wellen, mit Strand und mit Klippen. Mit Sonnenschein und zwischendurch auch Regen, aber den haben wir gar nicht so richtig mitbekommen...
Schön, einfach schön!
Und die Dani hat dort auch einen Freund gewonnen - einen Hund, der laut Brian immer dort am Strand ist :)

Also Bilder statt Worte:





Wir sind lange am Strand gestanden und gesessen und sind die Klippen entlangspaziert. Wieder zurück in Cork haben wir uns dann noch einmal ein Essen in "The Red Pepper" geleistet. Dann heim, unter die Dusche und einen schönen Besuchabschluss (für mich) bei gemütlichem Zusammensitzen auf den mindestens genauso gemütlichen Sofas im Wohnzimmer.
Am Montag in der Früh sind Anita, Dani und Karin wieder Richtung Dublin aufgebrochen - und ich hab mich nach dem Verabschieden wieder hingelegt :)

Also auf diesem Wege noch einmal danke für den Besuch und das gemeinsame Irland-Entdecken! :)